Szenografie / Fotografie
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Helena

Helena

Modell
2018, Zürich
Karton, Latex, Toilettenpapier, Holzstäbchen, Puppen
Eine Inszenierung im Modell zu der antiken Tragödie die Troerinnen von Euripides

Die Haut ist die Hülle des menschlichen Körpers. Sie schützt uns, ist aber auch Vermittlerin zwischen Aussen- und Innenwelt, somit ist sie auch die Überträgerin vom Schmerz.
Die Inszenierung versucht den inneren Raum des Körpers erfahrbar zu machen. Als Besucher darf man sich als Eindringling in diesem fremden, überdimensionalen Körper bewegen, ihn erforschen und anfassen.
Ausgehend von dem Stück “Die Troerinnen“, setzt sich diese Arbeit mit der Faszination des Leids auseinander. Wieso ist etwas Schreckliches manchmal auch faszinierend?
Diese ambivalenten Gefühle wie Eckel, Schönheit, Zerfall, Geborgenheit und Krankheit sind ebenfalls Themen, worauf sich die Arbeit bezieht.

Die Troerinnen sind machtlos und verfallen in eine Tatenlosigkeit, sie ergeben sich ihrem Schicksal. Einer der Gründe für den Trojanischen Krieg und all dieses Leid das daraus entstanden ist, war angeblich „die schöne Helena“. Das Thema der idealen Schönheit hat heute noch grosse Aktualität. Was genau bedeutet diese „Schönheit“? Wie entsteht unser Körpergefühl oder wie kann es sich von uns so weit entgleisen? Wer sind wir ohne unseren Körper?

Was bleibt am Schluss wenn wir nicht mehr sind, der Körper.